Wenn eine Familie das erste Mal Kontakt zu mir aufnimmt, ist die Schwangerschaft oft noch ganz am Anfang. Manche Eltern haben gerade erst erfahren, dass ein Baby unterwegs ist. Andere sind schon einige Wochen weiter und fragen sich, ob sie überhaupt noch eine Hebamme finden können.
Die Frage, die dabei häufig gestellt wird, lautet: „Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, eine Hebamme zu kontaktieren?“
Meine Antwort darauf ist: Es gibt keinen einzigen perfekten Moment. Aber je früher wir uns kennenlernen, desto mehr Zeit bleibt, eine vertrauensvolle Begleitung entstehen zu lassen.
Ich bin Ann-Kathrin Wüstemann, Hebamme und Mutter von vier Kindern. Seit vielen Jahren begleite ich Frauen und Familien in der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der ersten Zeit mit ihrem Kind. Dabei erlebe ich immer wieder, dass es nicht nur um medizinische Fragen geht. Es geht auch darum, Orientierung zu finden, den eigenen Körper besser zu verstehen und mit einem guten Gefühl in die neue Lebensphase zu starten.

Warum ein frühes Kennenlernen hilfreich sein kann
Eine Schwangerschaft verändert vieles. Der Körper entwickelt sich weiter, der Alltag verändert sich, und plötzlich gibt es viele Themen, mit denen man sich vorher kaum beschäftigt hat.
Manchmal sind es kleine Fragen, die Eltern beschäftigen. Manchmal gibt es Beschwerden oder Unsicherheiten. Und manchmal ist es einfach der Wunsch, jemanden an der Seite zu haben, der diese besondere Zeit kennt.
Wenn wir uns früh kennenlernen, bleibt Raum für genau diese Dinge. Es geht nicht darum, sofort einen festen Plan für alles zu haben. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, welche Unterstützung für dich und deine Familie sinnvoll ist.
Jede Familie bringt eine eigene Geschichte mit. Deshalb gibt es für mich keine Begleitung nach einem starren Schema.
Meine Arbeit beginnt vor der Geburt
Mein Weg zur Hebamme begann schon früh. Bereits während meiner Schulzeit hat mich beschäftigt, wie Frauen in dieser besonderen Lebensphase begleitet werden können – ruhig, respektvoll und individuell.
Während meiner Ausbildung an der ehemaligen Landesfrauenklinik Wuppertal durfte ich viele unterschiedliche Situationen kennenlernen. Von unkomplizierten Verläufen bis hin zu medizinisch anspruchsvollen Momenten habe ich erlebt, wie wichtig Erfahrung, Ruhe und fachliche Sicherheit sind.
Als ich während meiner Ausbildung selbst Mutter wurde, hat sich mein Blick auf meine Arbeit noch einmal verändert. Plötzlich kannte ich nicht nur die fachliche Seite, sondern auch die persönliche. Ich wusste aus eigener Erfahrung, wie viele Gedanken, Hoffnungen und Fragen Familien begleiten können.
Diese Verbindung aus Fachwissen und eigener Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.
Was Familien in meiner Begleitung erwartet
In meiner Praxis begleite ich dich in der Schwangerschaft, nach der Geburt und in der ersten Zeit mit deinem Baby.
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die persönliche 1:1-Betreuung. Ich nehme mir Zeit, zuzuhören und gemeinsam mit dir zu schauen, was gerade gebraucht wird.
In der Schwangerschaft unterstütze ich dich unter anderem bei:
- Fragen zu körperlichen Veränderungen
- Beschwerden wie Rücken- oder Beckenschmerzen
- Verspannungen und Belastungen des Körpers
- Unsicherheiten rund um Schwangerschaft und Familienbeginn
- der Vorbereitung auf die erste Zeit mit deinem Baby
Je nach Situation können ergänzende Angebote wie Kinesiotaping oder Akupunktur dazugehören.
Vorbereitung auf die Geburt und Begleitung danach
Ich begleite Familien in der Schwangerschaft und im Wochenbett, arbeite aktuell jedoch nicht geburtshilflich. Das bedeutet: Ich bin nicht bei der Geburt im Geburtshaus oder in der Klinik dabei.
Trotzdem kann eine umfassende Begleitung möglich sein. Wenn du eine Geburtsbegleitung möchtest, kann diese in Zusammenarbeit mit einer geburtshilflich tätigen Kollegin stattfinden. Während sie dich bei der Geburt begleitet, übernehme ich gerne die Vor- und Nachsorge.
In meinen Geburtsvorbereitungskursen geht es darum, Wissen verständlich weiterzugeben, Fragen Raum zu geben und dich auf die kommende Zeit vorzubereiten.

Die ersten Wochen mit einem Baby
Nach der Geburt beginnt eine Zeit, in der vieles neu ist. Dein Baby entwickelt sich, dein Körper erholt sich und ihr findet euren eigenen Weg als Familie.
Gerade diese ersten Wochen sind voller besonderer Momente – und manchmal auch voller Fragen.
Im Wochenbett unterstütze ich dich beispielsweise bei:
- der Versorgung und Entwicklung deines Babys
- Gewichtskontrollen
- der Nabelheilung
- Stillfragen und Ernährung
- dem Übergang zur Beikost
- Unsicherheiten im neuen Alltag
Mir ist wichtig, dass du dich mit deinen Fragen ernst genommen fühlst und Unterstützung bekommst, die zu eurer Situation passt.
Warum es keinen Grund gibt, mit der Kontaktaufnahme zu warten
Viele Familien glauben, sie müssten erst einen bestimmten Zeitpunkt abwarten. Manche denken, sie hätten noch „nichts zu besprechen“, solange keine Beschwerden vorhanden sind.
Dabei kann eine Begleitung gerade dann wertvoll sein, wenn noch alles offen ist.
Die Schwangerschaft und die erste Zeit mit einem Kind sind einmalige Lebensabschnitte. Es darf sich entwickeln und kommen, wie es mag. Meine Aufgabe sehe ich darin, Familien auf diesem Weg ruhig, aufmerksam und fachlich fundiert zu begleiten.

Auf den Anfang kommt es an
Dieser Satz begleitet meine Arbeit in der Hebammenpraxis Kleine Wunder.
Der Anfang eines Kindes ist auch ein Anfang für die ganze Familie. Deshalb möchte ich einen Raum schaffen, in dem Fragen willkommen sind, Wissen verständlich vermittelt wird und Eltern ihren eigenen Weg finden dürfen.
Wenn du dir Begleitung in der Schwangerschaft, im Wochenbett oder in der ersten Familienzeit wünschst, freue ich mich darauf, dich kennenzulernen.
Ich begleite dich individuell – mit Erfahrung, Fachwissen und Zeit für das, was dich gerade bewegt.
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